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Kardiologische Untersuchung

Dr. med Anke Wildberg

Eltern, die mit ihrem Kind zum ersten Mal zu einer 
kardiologischen Untersuchung in unsere Praxis 
überwiesen werden, werden gebeten, die 
Versichertenkarte des Kindes, den Überweisungsschein 
des Hausarztes und das gelbe Vorsorgeheft zur 
Untersuchung mitzubringen. Sollten bereits Arztbriefe 
oder wichtige Befunde (z.B. Röntgenbilder vom 
Brustkorb, EKG) vorliegen, ist es immer sehr hilfreich, 
diese zur Untersuchung mitzubringen. Das Mitbringen von Unterlagen (Decken, Badehandtücher o.ä.) ist wünschenswert, ebenso sollte die Kleidung schnell und praktisch an-und ausziehbar sein.

Nach der Anmeldung folgt eine kurze Wartezeit in einem unserer Wartezimmer. Wir sind natürlich immer sehr bemüht, diese Zeiten so kurz wie möglich zu halten. Wir bitten aber um Ihr Verständnis, falls es doch einmal etwas länger dauern sollte.

Zu Beginn der kardiologischen Untersuchung wird das Kind gewogen und gemessen. Danach wird das EKG abgeleitet, wenn irgend möglich im Liegen. Die Eltern können dabei dem Kind ganz nah sein, es beruhigen oder auch die kleinen Hände halten. Bitte geben Sie uns schon jetzt die Möglichkeit, zu Ihrem Kind Kontakt und Vertrauen aufzubauen. Wir bemühen uns, Ihrem Kind die Angst vor dem Neuen und Ungewohnten zu nehmen und die Untersuchungsabläufe so spielerisch wie möglich zu gestalten. Das Anlegen (und auch das Abnehmen!) der EKG-Klebe-Elektroden ist schmerzfrei, es ziept nicht einmal wie das Abnehmen eines Pflasters. Es werden jeweils an den Unterarmen und an den Unterschenkeln eine Elektrode und auf der Brust sechs Elektroden angelegt, an jeder Elektrode wird ein Kabel befestigt, dann wird das EKG registriert.

Es folgt nun die Blutdruckmessung (RR) mit einem speziellen und sehr genauen Gerät an den Armen und an den Beinen. Außerdem wird die periphere Sauerstoffsättigung (Pulsoxymetrie) gemessen. Auch diese Untersuchung ist völlig schmerzfrei. Ein kleiner Messfühler wird um eine Fingerkuppe (evtl. auch Zehenkuppe) gelegt. Bei ruhigem Kind ist der Wert innerhalb weniger Sekunden abzulesen.

Nachdem wir von den Eltern die Vorgeschichte erfragt haben, d.h. Anlass der Untersuchung, Befinden des Kindes, Sorgen, Probleme, Erkrankungen in der Familie erfolgt die körperliche Untersuchung des Kindes. Dabei wird nicht nur das Herz gründlich abgehört und das evtl. Herzgeräusch lokalisiert und genau beschrieben, sondern auch die Lunge, Haut und Schleimhäute werden begutachtet, die Bauchregion abgetastet (Leber/Milz), die arteriellen Pulse an Armen (Ellenbeuge) und Beinen (Leiste) getastet und auf sonstige Auffälligkeiten oder Fehlbildungen bei dem Kind geachtet. Alle normalen und auffälligen Befunde werden genauestens dokumentiert.

Danach gehen wir gemeinsam mit dem Kind zur Echokardiographie (Ultraschall des Herzens) in einen abgedunkelten Raum, in dem während der Untersuchung zur Ablenkung ein Kinder-Video gezeigt werden kann. Auch der Ultraschall des Herzens ist eine völlig schmerz- und strahlenfreie Untersuchung, die im Liegen erfolgt. Das Ultraschall-Gel, das den Kontakt zwischen Haut und Schallkopf herstellt, ist angewärmt (Flaschenwärmer). Bei der Farbdoppler-Echokardiographie werden alle wichtigen Abschnitte des Herzens, auch die zu- und abgehenden Gefäße, dargestellt. Es können somit z.B. Klappenveränderungen, Defekte in den Herzscheidewänden oder sonstige anatomische Fehlbildungen am Herzen und den Gefäßen ausgeschlossen bzw. dargestellt werden. Die Kinder können während der Untersuchung "ihr" Herz auf dem großen Monitor am Echo-Gerät verfolgen und auch die Flussgeräusche in den großen Arterien hören. Die Untersuchungsdauer ist abhängig von Ruhe und Geduld des Kindes und von der Anatomie und Funktion des Herzens.

Nach Abschluss der Untersuchung werden mit den Eltern der Befund, die Diagnose und evtl. einzuleitende Therapien besprochen. Es wird überlegt, ob weitere Untersuchungen notwendig sind. In bestimmten Situationen ist es evtl. erforderlich oder auch von den Eltern gewünscht, einen zusätzlichen Gesprächstermin wahrzunehmen, bei dem offen gebliebene Fragen oder Probleme geklärt werden können. Wir bieten diese Gespräche gern außerhalb der Sprechstunde zu einem gesonderten Termin an, möglichst ohne Begleitung des Kindes.